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„De Heesler Plattdütschsingers“ werden 20

Am Sonnabend dem 6. Mai 2006 morgens früh um 6:00 Uhr vor der Apotheke in Heeslingen.

Ein Auto nach dem anderen fährt auf den Parkplatz und wird schon zu dieser frühen Stunde dort abgestellt. Alle, die den Fahrzeugen entsteigen, haben ein gemeinsames Hobby: Sie singen. Aber nicht nur so für sich, sondern gemeinsam, und viele tun es schon seit Gründung vor genau 20 Jahren im Chor der Plattdütschsingers innerhalb der Heimat- und Fördergemeinschaft der Börde Heeslingen unter der Leitung von Anne Nowara.

Heute aber haben sie etwas ganz besonderes vor.
Anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens soll es per Bus einen Tag in die holsteinische Schweiz gehen. Rasch ist das von einigen Sangesbrüdern und -schwestern gesponserte Frühstück im Kofferraum verstaut und schon kann es losgehen.

Über die Autobahn geht die Fahrt gen Osten flott voran. Unterwegs verrät Elsbeth Dettmering ein wenig von dem, was die Gruppe heute zu erwarten hat und wünscht allen einen schönen Tag.
Frühstückspause Kurz hinter Hamburg, auf einem kleinen Rastplatz, wird Frühstückspause gemacht und es gibt Kaffee, belegte Brötchen und frisch gekochte, noch warme Eier aus heimischer Geflügelhaltung.














Das erste Ziel ist die kleine Marzipanmanufaktur Mest in Lübeck. Obwohl zu dieser Jahreszeit an Sonnabenden nicht, und auch ansonsten auf Sparflamme nur für den laufenden Bedarf produziert wird, bekommt die Gruppe einen Eindruck vom Produktionsablauf vom Rohmarzipan zum verkaufsfähigen Produkt. Am meisten überrascht jedoch der gute Geschmack dieser nicht mit viel Zucker künstlich auf lange Haltbarkeit gebrachten Marzipankartoffeln oder mit Zartbitterschokolade überzogenen Herzen. Die relativ kurze Haltbarkeitsdauer von drei Monaten führt neben der jetzt erlebten ruhigen Zeit allerdings auch zu einer regelrechten Kampagne mit Dreischichtbetrieb und einer Verzehnfachung des Personals von Oktober bis März, also vor Weihnachten und vor Ostern.

Schinkenkate Mit schmackhaftem Reiseproviant ausgestattet geht die Fahrt weiter durch die Holsteinische Schweiz nach Harmsdorf. Dort, in einer alten Kate hängt zwar nicht der Himmel voller Geigen, aber doch die gesamte Dielendecke voller Schinken, 1450 an der Zahl , denn hier wird er nach alten Rezepten und Verfahren geräuchert. Übrigens: Wenn einer der an der Decke hängenden Schinken herunterfällt und dann von einem Besucher aufgefangen wird, kann dieser den Schinken behalten, so der Fremdenführer. Das käme so alle 30 Jahre vor. Das letzte mal ist es 1976 passiert. Die Einrichtung der Kate ist noch vollständig erhalten, die vorherrschende Farbe ist schwarz, und es ist schwer vorstellbar, dass hier tatsächlich Menschen gelebt haben sollen.

Im nebenan liegenden modernen, auf Busgruppen ausgerichteten Ladengeschäft, kann man sich mit deftigen Schweineprodukten wie Mettwurst, geräuchertem Speck und natürlich leckerem Schinken versorgen, der zur bevorstehenden Spargelsaison gern mitgenommen wurde.



Weiter führte die Fahrt durch sich bereits zaghaft gelbfärbende Rapsfelder nach Wangels, wo in einem größeren Gasthof das Mittagessen vorbestellt war, bevor es dann nach Malente zum Schiffsanleger ging. Dort startete bei herrlichem, frühlingshaftem Wetter, die Fünfseenfahrt über einige kleinere benachbarte und den Plöner See nach Plön.
Bootstour Nach einer Stunde zur freien Verfügung, die hauptsächlich zu einem Kaffeeklatsch genutzt wurde, startete der Bus wieder Richtung Heeslingen und zwar zur Abschlussparty im Hollengrund. Dort fand der Tag bei einem Abendimbiss und noch einigen Ehrungen für die eifrigsten Sängerinnen und Sänger seinen verdienten Abschluss.

(W. Dunsing)










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