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Der erste Sonntag im Juni ist in Heeslingen traditionell kein Tag für Langschläfer. Vor allen Dingen nicht für die aktiven Mitglieder in der Heimat- und Fördergemeinschaft, die den Bördenheimattag auf ihrer Hofstelle im Ostetal ausrichtet. Besucher aus nah und fern strömten den ganzen Tag herbei, um sich an den vielfältigen Darbietungen zu erfreuen.
Zu den absoluten Frühaufstehern gehört das Backteam. Karl-Heinz Kuschel heizt schon vor Sonnenaufgang den Ofen an, aus dem um die Mittagszeit duftender Butterkuchen geholt wird, der beim Publikum reißenden Absatz findet. Das Kuchen- und Tortenbufett im Heimathaus sucht seines Gleichen und wird von fleißigen Damen in Heeslinger Tracht stetig neu bestückt. Was sich draußen vor der Tür alles so abspielt, davon bekommen sie allerdings wenig mit.
Das Unterhaltungsprogramm unter den alten Eichen, vorher vom Festausschuss minutiös ausgetüftelt, hatte einen Regisseur, der kein Vereinsmitglied sein dürfte: das Wetter.
Alle Musik- Gesangs- und Tanzdarbietungen fanden unter freiem Himmel statt. Den Auftakt gestaltete die East River Big Band unter der Leitung von Sabine Rosenbrock. Sie bemerkte in ihrer Anmoderation, dass der Blues ein Musikstil sei, der schon auf eine hundertjährige Geschichte zurückblicken könne. Der erste Teil des Frühschoppenkonzertes war von eher langsamen Blues- und Swing-Stücken geprägt, im zweiten Teil wurde es fetziger und auch rockiger, ohne Zugabe wurde die Band nicht von der Bühne gelassen.
Elke Oppermann und Elisabeth Lohof, das stimmgewaltige Damen-Duo aus Zeven, würzte die Gesangsbeiträge mit überaus witzigen Zwischenbemerkungen. Der Gute-Laune-Funke sprang auf das Publikum über, die bekannten Schlagertexte wurden kräftig mitgesungen. Moderatorin Gerda Cordes bemerkte, dass die beiden Künstlerinnen schon ein wenig das eigentliche Finale des ganzen Tages vorweg genommen hätten, denn gemeinsames Singen war erst zum Schluss vorgesehen.
Getreu dem Motto „Wo man singt, da lass dich ruhig nieder“ leitete Anne Nowara mit ihren „Börd Heeßler Plattdüütsch Singers“ den Nachmittag ein. Es folgten sehenswerte Tanzdarbietungen der Gäste aus Neukloster, Kirchseelte und Kaltenkirchen. In der wunderschönen Festtagstracht der Stader Geest um 1860 tanzte die Gruppe aus Neukloster zum Beispiel den „Lüneburger Windmüller“ oder den „Sonderburger Doppelachter.“ Die Folkloretanzgruppe Kirchseelte war aus dem Oldenburgischen nach Heeslingen gereist und hatte zwei verschiedene Kostüme im Gepäck. Als Trachten könne man diese leider nicht bezeichnen, so der Sprecher. Sehenswert waren sie jedoch trotzdem. Im ersten Teil, der internationale Folklore enthielt, mochte man meinen, es tanzt eine Gruppe aus einem Balkan-Land. Der zweite Teil kam nordisch-deftig in Holzschuhen daher, die vorher ordentlich gewässert werden mussten, damit sie am Tanzboden besser haften.
Eine reine Damentanzgruppe aus Kaltenkirchen gefiel mit ganz einfachen Arbeitstrachten, allesamt selbst genäht.
Dass in den Reihen der Heeslinger Heimat- und Fördergemeinschaft die Nachwuchsarbeit nicht zu kurz kommt, bewies die Kindertanzgruppe. Die „Börd Heeßler Danzers“ rundeten die Tanzdarbietungen gewohnt schwungvoll ab, als gute Gastgeber traten sie zum Schluss auf.
Eine Uraufführung erlebten die Besucher mit dem ersten Auftritt des Heeslinger Shanty-Chores. Der stimmungsvolle Tag endete, wie schon mittags angekündigt, mit einem gemeinsamen Abendlied.
diese Gruppen waren dabei:
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Unsere East River Big Band
Gesangsduo Elke Oppermann und Elisabeth Lohof
Ein Paar aus Neukloster in der Festtagstracht der Stader Geest
Die Folkloregruppe aus Kirchseelte wässert ihre Holzschuhe
Moderatorin Gerda Cordes stellt die jüngsten Mitglieder der Kindertanzgruppe vor
Erster Auftritt des Shantychores mit seinem Solisten Klaus Viebrock
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