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Heeslingen (fh).
Dass Volkstanz nicht uncool ist, das beweisen die rund 30 Tänzer der Börd Heesler Danzers als Teil der Heimat- und FÖrdergemeinschaft Heeslingen auf ihren flotten und mitreißenden Auftritten immer wieder. Jetzt wünschen sich Erna und Johann Klindworth als Leiter der Tanzgruppe eigentlich nur noch ein paar neue Mitttänzer und Musiker, die Geige oder Gitarre spielen.
Auch wenn die Truppe nicht unter einem akuten Tänzermangel leidet, wäre doch für Neuankömmlinge jetzt der optimale Zeitpunkt, um zur Tanzgruppe zu stoßen, betont Johann Klindworth, der die Übungsabende leitet. "Wir stellen gerade das aktuelle Sommerprogramm für dieses Jahr zusammen und dann ist es für Anfänger am leichtesten einzusteigen."
Zudem haben die Heesler Danzers, wie viele andere Vereine auch, vor allem bei den jugendlichen Mitgliedern Verluste erlitten, da viele junge Leute studieren und die Region verlassen. Daher würden sich die Volkstänzer über jugendliche Neuzugänge ab etwa 14 Jahren besonders freuen, doch jeder andere Interessierte, der Lust am Tanzen und an einer echten Gemeinschaft hat, ist mehr als willkommen. Und von der Tracht, die übrigens gestellt und nur bei Auftritten getragen wird, sollte man sich nicht abschrecken lassen. "Wer Interesse am Volkstanz hat, sollte die Tracht erst mal völlig vergessen", rät Johann Klindworth. "Erst mal sollten sie ein paar Runden mittanzen, um zu erleben, was Volkstanz eigentlich ist." Auch wenn viele der Tracht zunächst ablehnend gegenüber stehen würden, so fänden doch langfristig meist alle Gefallen daran.
Die Neuankömmlinge müssen dabei keinesfalls Tanzvirtuosen sein. "Jeder darf Fehler beim Tanzen machen. Uns ist ein lockerer und freundschaftlicher Umgang untereinander sehr wichtig. Die Gemeinschaft und Harmonie untereinander ist uns das Allerwichtigste. Wir fühlen uns wie eine große Familie und neue Mitglieder werden immer schnell integriert", fügt Erna Klindworth hinzu. Für beide ist es wichtig, dass die Tänzer und Musiker gern zu den Übungsabenden kommen und Spaß am Tanzen und an der Geselligkeit haben.
Einmal in der Woche, jeden Donnerstag um 20 Uhr wird geübt, immer abwechselnd im Dorfgemeinschaftshaus Wiersdorf, Sassenholz, Meinstedt oder im Heimathaus Heeslingen. Das besondere dabei ist, dass die Tänzer im Alter von zwölf bis 82 Jahren dabei von Live-Musik begleitet werden. Fritz Fromm, Waltraut Raff und Diethard Friedrich spielen mit ihren Akkordeons verschiedene Stücke aus dem rund 100 Tänze umfassenden Repertoire wie den Zylinder-Kontra, die Schweden-Polka, den Wilhelmsburger oder den Nagelschmied - und das immer in Begleitung von Eduard Raff mit seiner Teufelsgeige. "Die Musiker sind ein echter Glücksfall für uns, so etwas ist inzwischen selten geworden. Und auch wenn wir musikalisch wirklich gut bestückt sind, so würden wir uns trotzdem über Musiker freuen, die Gitarre oder Geige spielen", erzählt Erna Klindworth. "Und das Schöne daran ist, dass man nach ein, zwei Tänzen den Alltag, den ganzen Frust, den Ärger und die Sorgen völlig vergessen hat."
2008 hatte der Verein übrigens mehr als 30 Auftritte und auch für dieses Jahr liegen schon diverse Termine an. Besuche bei befreundeten Tanzgruppen stehen dabei ebenso auf dem Programm wie Auftritte auf Trachtenfesten oder dem Tag der Niedersachsen. "Aber keine Angst, nicht alle Tänzer müssen bei den Auftritten dabei sein. Es soll ja auch nicht zuviel werden" beruhigt die Leiterin der Gruppe. Wer jetzt Lust auf Volkstanz bekommen hat, der bekommt bei Erna oder Johann Klindworth unter 04281-3816 alle notwendigen Informationen.
