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Richtung Süden rollte unser Bus. Bei dem Sommer war das sicher die richtige Himmelsrichtung. In Bispingen bog der Busfahrer dann zur Kartbahn von Ralf Schuhmacher ab. Von einer Empore konnten wir dort die kleinen und die großen Schuhmachers bei ihren mehr oder auch weniger spektakulären Bemühungen beobachten, wie sie versuchten den kurvenreichen Parcours möglichst ohne Dreher oder Bandenberührung in immer kürzeren Zeiten zu bewältigen. Da es sich um eine echte Zweikreisanlage mit Innen- und Außenparcours handelt, gab es fast immer irgend etwas spannendes zu sehen. Um selbst einmal ans Steuer zu kommen reichte die Zeit allerdings nicht, denn nur wenn alle 21 Karts besetzt sind, wird der Lauf gestartet. 
Nun ging es in Richtung des Bispinger CenterParcs. Jedoch am Eingang vorbei ging die Fahrt bis auf einem breiten Feld- bzw. Waldweg der Bus stoppte und wir vor einem großen holzverkleideten Jagdhaus ausstiegen. Vor dem Eingang spielte, wie sich bald herausstellte, der Hausherr auf einer Drehorgel. Mit unverkennbarer Berliner Schnauze wurden wir begrüßt und die Besonderheiten des Anwesens auf das blumigste gepriesen. Ursprünglich geschaffen wurde das Jagdhaus im schwedischen Holzbaustil, -heute würde man sagen in Holzständerbauweise-, für die Pariser Weltausstellung. Dann wurde es 1913/14 am heutigen Standort für den Königlich Preußischen Kommerzienrat Ernst Nölle, Großvater von Frau Prof. Nölle-Neuman (Demoskopie Allensbach) wieder aufgestellt, war von 1929 bis 1986 im Besitz der Familie Reemstma. Erst der heutige Besitzer, Schulz-Ebschbach, ermöglicht die Besichtigung der unteren Räumlichkeiten, als da sind die Eingangsdiele mit unzähligen Jagdtrophäen und dem Münzteppich mit den eingelassenen deutschen Zahlungsmitteln zwischen 1948 und 2001, jeweils platziert auf einem Kreuzungspunkt des Gaußschen Vermessungsnetzes in Nordniedersachsen. Der Kamin-Trophäen-Raum mit Möbeln aus der Jahrhundertwende und einer Heidebildersammlung leitet über ins Biedermeier-Jagdzimmer mit handgedruckten Jagdmotivtapeten. Der Spiegelsaal mit Kunstwerken diverser Epochen kann auch als Trauzimmer genutzt werden. Im Diana-Sansouci-Zimmer haben sich viele künstlerisch ambitionierte Handwerker ein Denkmal gesetzt.
Das jüngste Projekt ist der Montagnetto. Die Beschreibung aus dem Flyer sei hier wörtlich wiedergegeben: „Der MONTAGNETTO, ein beeindruckender ökologischer Multifunktionsbau als Großwasserfall ist eingebunden in einem terrassierten Seensystem, insgesamt eine sehr gelungene historisierende Neuschöpfung als Landmarke, eine Arche.“ Was auch immer darunter verstanden werden soll.
Also „kulturell“ belehrt, brachte uns der Bus zu einem imposanten, architektonisch auch interessanten Objekt, dem Snow Dome, das damit wirbt, Europas modernste Skihalle zu sein. Von der Empore an der Stirnseite konnten wir das winterliche Treiben auf der 312-m-langen Skipiste mit Sprungschanze, Buckelpiste, Rodelbahn und separatem Idiotenhügel, mit Schlepplift auf der einen und Sessellift auf der anderen Seite wunderbar beobachten. Dass dort nicht nur Ski oder Snowboard zuhause sind, sondern auch der Gaumen sein Recht bekommt, konnten wir im Café erleben und in der Almhütte in der Tiroler oder Ötztaler Stube erfahren. Dort wird Après-Ski groß geschrieben, und es ist auch für Nicht-Skiläufer alles dabei.
Hier die gesamte Reisegruppe.