East River Big Band swingt für Stephie’s Kinderschar
Reinerlös des Benefiz-Konzertes geht an den Förderverein
Die East River Big Band
Heeslingen (gh). Die East River Big Band, die sich vor drei Jahren unter dem Dach der Heeslinger Heimat- und Fördergemeinschaft gründete, ist in dieser relativ kurzen Zeit bereits aus den Kinderschuhen herausgewachsen. Das alljährlich präsentierte Benefiz-Konzert im Heeslinger Klostersaal am Hotel „Zum Hollengrund“ hat schon Tradition. In diesem Jahr wurde zu Gunsten des Fördervereins für die evangelische Jugend geswingt und gerockt.
Der Vorsitzende des Vereins, Achim Hauschild aus Weertzen, stellte seine Organisation vor. 110 Mitglieder sorgen mit ihren Beiträgen dafür, dass der Förderverein sich eine hauptamtliche Diakonin leisten kann. In Zeiten immer knapper werdender Haushaltsmittel, die auch die Kirchengemeinden nicht verschont, haben die Heeslinger schon vor etlichen Jahren erkannt, dass sie sich selbst helfen müssen. Diakonin Stephanie Kammin stellte ihre Arbeit mit den verschiedenen Kinder- und Jugendgruppen vor und hatte mit „Liberi Dei“ auch ein Ergebnis dieser Arbeit mitgebracht. Neun junge Leute haben vor einem halben Jahr mit Unterstützung von Volker Brinkmann und Pastor Thomas Rothe eine Band gegründet. „Liberi Dei“ heißt „Kinder Gottes“, und als solche trugen sie musikalische Glaubensbekenntnisse vor, vom Publikum mit reichlich Applaus honoriert.
Dann marschierten die Hauptdarsteller des Abends ein: 26 Musik Begeisterte zwischen neun und 40 Jahren, die East River Big Band und ihre Dirigentin Sabine Rosenbrock. Etliche Bandmitglieder konnten ihr Lampenfieber nur schwer verbergen, standen sie doch das erste Mal in der Anfangsformation.
Mit „Rock around the clock“, dem Bill-Haley-Klassiker ging es gleich schwungvoll los, gefolgt von „Grapewine“, „Blues machine“, „Oye como va“ und „We will rock you“. Alle Stücke wurden von Sabine Rosenbrock mit reichlich Fachwissen anmoderiert. So erfuhr das Publikum zum Beispiel am Welt-AIDS-Tag, welche berühmten Musiker diese Krankheit dahin gerafft hat, wie Freddy Mercury, den Queen-Sänger mit seinem legendären „We will rock you“.
In der Pause berichtete Band-Manager Klaus-Dieter Holsten, dass die Nachwuchsgruppe, die die ersten fünf Stücke bereits mitgespielt hatte, sich auf einem guten Weg befindet. Dennoch würden ausgebildete Trompeter und Posaunisten fehlen, denn ein ganzes Konzert hält der Nachwuchs noch nicht durch. Ein Appell an den Posaunenchor der Kirchengemeinde, denn „Sonntagmorgen spielen wir nicht“, wurde von Pastor Vieweger mit einem Lächeln quittiert. Außerdem ging ein Dank an die Zevener Stadtwerke, die im Vorfeld des Konzertes die Kosten übernommen hatten.
Der zweite Teil begann mit einem Abba-Medley, gefolgt von Blues- und Swing-Stücken aus den 20er Jahren. Als Niels Dauter bei dem Steppenwolf-Ohrwurm „Born to be wild“ zu einem Solo von der Bühne hüpfte, hatten alle Anderen Pause. Tosender Applaus war der Lohn für Sabine Rosenbrock und ihre Big Band, die dem Publikum als Zugabe einen „Tequila“ einschenkte.
"Liberi Dei" Dirigentin Sabine Rosenbrock in Aktion Niels Dauter bei seinem Solo