52. Europeade Helsingborg

Folklore- Arbeitskreis-Nordheide-Elbmarsch „FA-NE“ reist zur Europeade nach Helsingborg

Viele Vorbereitungen wurden von Rita Eis und Erwin Eickhoff im Vorfeld getroffen, Mühen haben sich gelohnt.

Endlich war es soweit, die Tänze waren einstudiert, die Tickets für die Fähre nach Helsingborg gebucht. Die Koffer gepackt, die Trachten sorgfältig aufbereitet, gebügelt und in den Autos verstaut.

Vom 5. bis 10.August 2015 machten sich 42 Personen vom Folklore Arbeitskreis Nordheide, mit ganz viel Vorfreude auf dem Weg zur 52. Eurpeade nach Helsingborg, dem größten Folklore– Festival in Europa.

Dank diesem großen Zusammenschluss von vielen Tänzern aus der hiesigen Region, wie zum Beispiel: dem VTG Hollenstedt, De Blomendaler, Heideblume Holm, Heeslingen- Börd Heeßler Danzer, Moisburg, Vt +Tr Kiekeberg, Rübker Moorpedder und die Trachtenl. v .d. Elvmasch ist es möglich, an einem so beeindruckenden Fest teilzunehmen.

Sommersonne, Pippi Langstrumpf, Abba, Meer und bunte Trachten, Schweden war für viele ein Anziehungspunkt.

Fast 6000 Aktive in fast 250 Gruppen aus 23 Ländern tanzten und musizierten gemeinsam und waren zusammen eine große bunte Familie.

Allein aus Deutschland kamen 1080 Teilnehmer, die in der Innenstadt Helsingborgs für jede Menge guter Laune sorgten und die Menschen auf den Straßen und Plätzen in ihren Bann zogen.
Die Gruppen waren in den umliegenden Schulen untergebracht, andere in benachbarten Hostels.

Fünf Nächte auf einer Luftmatratze? Kein Problem – trotz Altersspanne von 9 bis ca. 70 Jahren.Selbst das Duschen in den wenigen Kabinen hatte sich schnell eingespielt. Geduscht wurde rund um die Uhr, so gab es keinen Stau , da die Schlafgewohnheiten sehr unterschiedlich waren.

Ein Singen und Musizieren klang nachts durch die Schulflure, häufig schlich man sich in den Klassenraum und zog noch einmal die Tanzschuhe an.

Völkerverständigung ohne Sprache, mit Musik und Tanz.

Einer der Höhepunkte war die Eröffnungsfeier. Mit der Europahymne und Hissen der Europaflagge begann das große Spektakel.

Alle Gruppen, die dafür eingeplant waren, haben sich in einem großen Vorraum der Helsingborg Arena gesammelt. So konnten hunderte Tänzer aus den verschiedenen Regionen Europas ihre Trachten und Tänze zeigen, aber nur mit ihrer eigenen Livemusik.

Das Festival war geprägt von vielen Begegnungen, neuen Freundschaften, einer herrlichen Landschaft am Meer und tollem Sommerwetter.
Auch durfte ein großer Festumzug nicht fehlen und der dauert bei so vielen Teilnehmern eben auch einige Stunden.

Ein weiterer Höhepunkt war der Europeadeball, der selbstverständlich am Hafen stattfand. Durch das Programm musizierten im Halbstundentakt Musikgruppen aus ganz Europa.
Nur die dafür vorgesehene Tanzfläche gab bereits um 23:30 ihren Geist auf und musste gesperrt werden, was aber für das tanzende Volk kein Problem war.
Mit flotter Musik nutzte man die große gepflasterte Fläche bis an das Hafenbecken. Wenn der Platz zu eng war, tanzte man doppelstöckig ( auf den Schultern eines starken Mannes ).
Am nächsten Morgen war kein Schwächeln angesagt, alle Teilnehmer gingen zu einem Ökomenischen Gottesdienst, der in zwei Kirchen der Stadt gehalten wurde.
Zeitig ging man zum Mittagessen, das immer sehr gut war und vom Ablauf gut geklappt hat.

Als letzter Höhepunkt stand die Abschlussveranstaltung auf dem Programm.
Auch diese begann wieder mit der von Posaunen begleiteten Europahymne. Es waren einige Jugendgruppen vertreten, ganz besonders viele aus Estland. Auf den Bühnen wechselten, wie auch bei der Eröffnungsfeier, im Reißverschlussverfahren die Musikgruppen und die Tänzer aus den verschiedenen Ländern: ein Schauspiel ohne Gleichen!

Feierlich wurde die Europaflagge eingeholt, sorgsam gefaltet und dem nächsten Gastgeberland „ Belgien“ überreicht ( 2016 in Namur).
Aber was dann geschah, war unbeschreiblich….

Die Musik spielte ein letztes Mal auf und ganz Europa begann in Ketten, Kreisen und wieder neuen Zusammenstellungen herzlich, klatschend und umarmend sich zu verabschieden.
Trachten-Fest für den Frieden…

Freude schöner Götterfunken, mit dem Solidaritätsgedanken, alle Menschen werden Brüder, überwindet Grenzen und führt uns Menschen zusammen.

Eine unvergessliche Zeit ging zu Ende.
Erna Klindworth

Hier einige Fotos von Erwin Eickhoff und Erna Klindworth: